Unser Eintracht

Das kannst Du ja keinem Nichtbraunschweiger erklären, was es bedeutet, Blaugelb zu sein. Warum auch. Ich meine, wer es wissen will, kann ja kommen und mitleiden äh feiern. Bei uns wird ein Aufstieg in die zweite Liga so gefeiert wie andernorts die Meisterschaft: mit Autokorso, Zehntausenden unter dem Rathausbalkon und Eintrag ins Goldene Buch. Bei uns kann der Klassenerhalt in der dritten Liga eine Erlösung sein wie woanders das Erreichen eines UEFA-Cup-Platzes. Und wir sind immer alle im Stadion dabei. Wir sind die Weltmeister im Verhältnis Anzahl der Fans zu verlorenen Punkten.

Ja gut, es gab eben in den letzten 40 Jahren nicht mehr ganz so viel zu feiern. Also erinnern wir uns gerne an damals. An 1967. Eintracht Braunschweig Deutscher Meister. Für alles ist 67 der Bezugspunkt, na klar. Lange her. Wirklich? Ist das wirklich lange her? Ich meine: wann war denn Schalke zuletzt Deutscher Meister? Na bitte. Und wann Hertha? Na sehen Sie! Und das ist ja eigentlich auch die richtige standesgemäße Umgebung für uns: Schalke, Hertha – nur mal so als Beispiel jetzt, ich meine, über Lehrte-West müssen wir hier doch nicht reden. Und wisst Ihr noch das 5:2 gegen die Bayern? Oder das 3:1 von 74? Oder das von 81? Und wenn man nur mal bedenkt, dass in der ewigen Bundesliga-Tabelle vier Vereine hinter uns stehen, die zur Zeit – noch – vor uns Erste Liga spielen, und da ist Hoffenheim noch gar nicht mitgezählt, dann wissen wir doch, wo wir hingehören, verstehst Du. Also das muss jetzt wieder anders werden. Und das wird jetzt auch wieder anders, das sag ich Dir. Besser natürlich. Aufwärts. Immer. Aufstieg. Einer nach dem andern. Wetten? Ihr werdet es sehen.

Bei der Mannschaftsaufstellung werden die bewährten Kräfte aus dem Ölper 06-Team berücksichtigt:
der laufstarke Flügelflitzer Cappuccino, der begnadete Mittelfeldregisseur Dirk Lange, der elegante Dribbelkönig Louie und die pfeilschnelle Spielmacherin mit brasilianischer Großmutter Dagmar Bernhard. Dazu natürlich die eingespielte Sechserkette der Jazzkantine, soeben durchtrainiert von der „Hell’s Kitchen“-EM-Tour zurückgekehrt und frisch dekoriert mit dem Jazz Award der Intertoto-Popkomm. Auf dem Meldebogen stehen: Christian Eitner, Christian Winninghoff, Heiner Schmitz, Andy Lindner und Tom Bennecke. Als Joker zeigt sich erstmals Michel “Der Knipser” Begeame, der nach längerer Spielpause vom ehemaligen Liga Konkurrenten FC Such a Surge verpflichtet werden konnte.

Und dann ist da natürlich noch das Team des Staatstheater-Braunschweig

[Und für die Frauen gibt es schöne Schuhe zu gewinnen]

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